Zentrum für Psychosoziale Medizin - Bereich Erwachsene

Im Zentrum für Psychosoziale Medizin - Bereich Erwachsene legen wir besonderen Wert auf eine individuelle und bedürfnisorientierte Behandlung. Wir bieten daher für Menschen aus dem Kreis Steinburg stationäre, tagesklinische, ambulante oder aufsuchende Behandlung an.

Hier finden Sie Informationen zu unseren Behandlungsschwerpunkten.

Behandlungsschwerpunkte

Das Zentrum für Psychosoziale Medizin ist mit einem eigenen Gebäude direkt am Klinikum Itzehoe angesiedelt und verfügt über einen zweiten Standort mit Tagesklinik und Ambulanz in Glückstadt.
Wir behandeln Menschen mit allen psychischen und psychosomatischen Erkrankungen je nach den individuellen Bedürfnissen.

Wir haben spezielle therapeutische Angebote für Menschen

  • in akuten seelischen Krisensituationen, auch bei suizidaler Gefährdung
  • mit psychotischen Erkrankungen, wie z.B. schizophrene Störungen
  • mit Abhängigkeitserkrankungen (Suchterkrankungen)
  • mit schweren depressiven Erkrankungen und Angststörungen
  • mit Persönlichkeitsstörungen
  • mit psychischen Erkrankungen, die gleichzeitig an körperlichen Begleiterkrankungen leiden
  • die an Erkrankungen mit erhöhtem psychiatrischen Pflegebedarf leiden.

Unsere Klinik ist durchgehend ärztlich besetzt. Bei entsprechendem Behandlungsbedarf können Sie sich jederzeit direkt an die Zentrale des Klinikums Itzehoe wenden (Tel. +49 4821 772-0).

Ambulanz und Sprechstunde

Die ambulante psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung ist ein wesentlicher Bestandteil im gemeindepsychiatrischen Versorgungsnetzwerk. Wir richten uns mit unserem Behandlungsangebot insbesondere an Menschen mit schweren und chronischen Verläufen psychischer Erkrankungen.

Erstsprechstunde

Erstsprechstunde

Unsere Erstsprechstunde ist ein ambulantes Angebot für Menschen mit schweren und chronischen psychischen Störungen, die im Grundsatz einer Krankenhausbehandlung bedürfen. In der Sprechstunde kann geklärt werden, ob eine Aufnahmeindikation bei uns besteht oder ob ggfs. andere Möglichkeiten in Betracht kommen.

Unter der Telefonnummer

+49 4821  772-2802

sind wir von wochentags von 7.00 bis 19.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 10.00 bis 19.00 Uhr für Zuweiser, Betroffene und Angehörige erreichbar, um Ihr Anliegen entgegen zu nehmen.

Privatsprechstunde

Privatsprechstunde

Wenn Sie die Behandlung durch den Chefarzt der Klinik oder durch eine der Oberärztinnen bzw. einen der Oberärzte wünschen, so wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des Chefarztes.

Team

Die Behandlung erfolgt in multiprofessionellen Behandlungsteams. Wir haben Behandlungsteams für akute psychische Erkrankungen, psychotische Erkrankungen, Depressionen und Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen sowie für Psychosomatische Erkrankungen.

Unsere Teams bestehen u.a. aus FachärztInnen für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie, Psychologischen PsychotherapeutInnen und PsychologInnen, MitarbeiterInnen der Gesundheits- und Krankenpflege, SozialpädagogInnen, ErgotherapeutInnen sowie Musik- und BewegungstherapeutInnen.

Wir haben außerdem ein fundiertes Aus- und Weiterbildungsangebot.

Chefarzt / Stellv. Ärztlicher Direktor

Prof. Dr. med. Jens Reimer

Chefarzt-Sekretärin

Carolin Rahn

Leitender Oberarzt

Dr. med. Henning Vieker

Oberärztin

Katja Bussolini

Oberärztin

Andrea Geisler

Funktionsoberarzt

Maan Nakkash

Oberärztin

Ulrike Schiller

Leitender Psychologe

Dr. phil. Thomas Wolf

Psychologische Leitung im Therapiebereich Glückstadt

Tews Kleinwort

Leitende Sozialpädagogin

Martina Stührk

Leitende Musiktherapeutin

Dorothea Käding

Pflegebereichsleitung

Hauke Sievers

Leitender Ergotherapeut

Olaf Jönsson

Wissenswertes

Wichtiges zu Ihrem Aufenthalt im Zentrum für Psychosoziale Medizin

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Patientinnen und Patienten sowie ggf. deren Angehörige. Es ist uns bewusst, dass die Behandlung in einer psychiatrischen Klinik mit mehr Fragen, Unsicherheit und oft auch Angst verbunden ist als eine somatische Behandlung. Durch gezielte Informationen wollen wir Vorurteile in der Bevölkerung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen abbauen.

Informationen zu Krankheitsbildern und Behandlungsmöglichkeiten finden Sie unter anderem bei psychenet, einem Informationsangebot der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V..

Weitere Informationen zur Therapie finden Sie auch bei unseren einzelnen Behandlungsschwerpunkten.
Sollten wir Ihre Fragen damit noch nicht vollständig beantwortet haben, dann kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen bei Ihren Anliegen und Fragen gerne weiter.

Betroffenenbeteiligung

Betroffenenbeteiligung

In den letzten Jahren gewinnt die Diskussion darüber, wie die individuellen Erfahrungen und Sichtweisen von Menschen, die selbst oder als Angehörige von einer psychischen Krankheit betroffen sind, stärkere Berücksichtigung im psychiatrischen Versorgungssystem finden können, zunehmend an Bedeutung.

Dabei geht es einerseits um den Wunsch der Betroffenen nach einer mehr auf ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichteten Behandlung und Begleitung, andererseits um die Frage nach einer effektiven Nutzung der verfügbaren Ressourcen der Patienten. Auch spielen Entwicklungen in Richtung primärer und sekundärer Prävention eine wichtige Rolle. Weiterhin beschäftigen sich sowohl die Fachgesellschaften als auch Patienten- und Angehörigenverbände schon längere Zeit intensiv mit Konzepten wie "Recovery" und "Empowerment“.

Das Zentrum für Psychosoziale Medizin beschäftigt sich in einem längerfristigen Prozess mit der Frage, wie die Erfahrung von betroffenen Menschen eng in das therapeutische Angebot eingebunden werden kann. In diesem Zusammenhang unterstützen wir auch die Ausbildung von Betroffenen (EX-IN-Projekt; Experienced Involvement). 

Wollen Sie im Rahmen Ihrer Qualifikation zum / zur GenesungsbegleiterIn („EX-IN-Kurs“) ein Praktikum absolvieren oder haben Sie Interesse, als zertifizierte(r) GenesungsbegleiterIn bei uns im Zentrum für Psychosoziale Medizin mitzuarbeiten, dann sprechen Sie gern unseren Pflegebereichsleiter Herrn Hauke Sievers an.“

 

Selbsthilfe und gemeindepsychiatrische Angebote

Selbsthilfe und gemeindepsychiatrische Angebote

Das Regionale Budget

Das Regionale Budget

Die Finanzierung der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung im Kreis Steinburg erfolgt seit dem 1. Januar 2003 durch ein Regionales Psychiatriebudget (Modellprojekt nach §64b SGB V). Dabei handelt es sich um ein innovatives und in Deutschland bisher nur an wenigen Kliniken eingeführtes Finanzierungssystem.

Diese Finanzierungsform wurde im Rahmen eines Modellprojektes zwischen den Krankenkassenverbänden in Schleswig-Holstein und dem Klinikum Itzehoe vereinbart und ermöglicht uns, unseren Patientinnen und Patienten ein sehr flexibles und modernes Behandlungskonzept anzubieten.

Die psychiatrische Versorgung durch das Klinikum Itzehoe kann je nach Notwendigkeit sowohl ambulant, als auch tagesklinisch und stationär erfolgen. Außerdem bieten wir die Möglichkeit einer aufsuchenden Behandlung (Home-Treatment) an.

Aus- und Weiterbildung

Zertifiziertes Fortbildungsprogramm

Unsere Fortbildung richtet sich an alle interessierten Kolleginnen und Kollegen und ist insbesondere für die ärztliche und psychotherapeutische Fort- und Weiterbildung konzipiert.

Die Veranstaltungen finden außerhalb der Schulferien regelmäßig dienstags in der Zeit von 13:30-14:30 Uhr hybrid statt (Präsenz im Konferenzraum des ZPM und per Zoom).
Nach Anmeldung per E-Mail erhalten Sie einen Link zur Veranstaltung, hier können Sie auch Ihre Fortbildungsnummer zum Erhalt von CME-Punkten angeben.


Weiterbildung für Ärztinnen und Ärzte

Das Zentrum für Psychosoziale Medizin verfügt über die vollständige Weiterbildungsberechtigung für das Gebiet Psychiatrie und Psychotherapie (48 Monate).

Im Rahmen der Weiterbildung zur Fachärztin / zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie durchlaufen Sie in der vorgesehenen Zeit alle Bereiche der Klinik, die für eine erfolgreiche fachärztliche Prüfung und die spätere eigenverantwortliche ärztliche Tätigkeit notwendig sind. Alle Behandlungsteams werden oberärztlich geleitet. Das Neurologiejahr kann in der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation im Hause absolviert werden.

In unserem Curriculum für die ärztliche Weiterbildung finden Sie ausführliche Informationen. Bei Interesse können Sie es als PDF-Dokument (nicht barrierefrei) per E-Mail anfordern.


Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin / zum Psychologischen Psychotherapeuten

Im Zentrum für Psychosoziale Medizin des Klinikums Itzehoe können Sie als Psychologin oder Psychologe die volle Zeit im Rahmen der Ausbildung zur/m psychologischen Psychotherapeutin / psychologischen Psychotherapeuten absolvieren (1.200 Stunden und 600 Stunden).

Wir arbeiten dabei mit verschiedenen Ausbildungsinstituten in Schleswig-Holstein und Hamburg eng zusammen. Die Ausbildung erfolgt vorwiegend verhaltenstherapeutisch.

Die Tätigkeit als Psychologin/Psychologe in Ausbildung im Zentrum für Psychosoziale Medizin des Klinikums Itzehoe wird vergütet.

Bitte sprechen Sie Ihr Ausbildungsinstitut auf eine Tätigkeit in unserer Klinik an.

Allgemeine Informationen zur Aus- und Weiterbildung im Zentrum für Psychosoziale Medizin finden Sie auf den Karriere-Seiten des Klinikums Itzehoe

Programm

Programm

  • 13.01.2026 
    AROHA – Ein besonderes bewegungstherapeutisches Konzept in der psychiatrischen Behandlung im ZPM
    Anet Kratze
    Bewegungstherapeutin, ZPM, Klinikum Itzehoe
  • 20.01.2026, 13:30-14:30 Uhr
    Kasuistik Hometreatment
    (keine Teilnahme für Externe möglich)
    Hometreatment-Team, ZPM, Klinikum Itzehoe
  • 27.01.2026, 13:30-14:30 Uhr
    Trampolinschwingen: Eine innovative Therapieform zur Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen
    Ana Schanze
    Bewegungstherapeutin, ZPM, Klinikum Itzehoe
  • 03.02.2026, 13:30-14:30 Uhr
    Akutinterventionen und therapeutische Strategien für den Intensivbereich, Teil 2
    Dr. phil Thomas Wolf & Dr. med. Henning Vieker
    Ltd. Psychologe bzw. ltd. Oberarzt, ZPM, Klinikum Itzehoe
  • 10.02.2026, 13:30-14:30 Uhr
    Pathologische Nutzung von Social Media und Videospielen
    Elisabeth Schasse
    Psychologin (M. Sc.), ZPM, Klinikum Itzehoe
  • 17.02.2026, 13:30-14:30 Uhr
    Wirksamkeit von tagesklinischer Behandlung im ZPM
    Prof. Dr. phil. Leonie Kampe
    Juniorprofessur für Psychologische Diagnostik, International Psychoanalytic University Berlin
  • 24.02.2026, 13:30-14:30 Uhr
    Big Five und das selbstberichtete Umweltverhalten
    Christopher Rumpf
    Psychologe (M. Sc.), ZPM, Klinikum Itzehoe
  • 03.03.2026, 13:30-14:30 Uhr
    Notfallseelsorge
    Dr. Frank Conrads
    Pastor, Beauftragter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland für die Notfall- und Feuerwehrseelsorge im Land Schleswig-Holstein, Hauptbereich Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog
  • 10.03.2026, 13:30-14:30 Uhr
    Trampolinschwingen: Eine innovative Therapieform zur Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen
    Ana Schanze
    Bewegungstherapeutin, ZPM, Klinikum Itzehoe
  • 17.03.2026, 13:30-14:30 Uhr
    Familiale Pflege − Das neue Konzept im Klinikum Itzehoe
    Karina Tetens, Michaela Haack, Elke Kirchhoff-Rode
    Team der Familialen Pflege, Klinikum Itzehoe
  • 24.03.2026, 13:30-14:30 Uhr
    Psychosyndrom − zwischen Neurologie und Psychiatrie
    Dr. med. Sönke von Drathen
    Chefarzt, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, FEK Neumünster

Inhaltliche Fragen

  • Dipl.-Psych. Janett Altmann
    Weiterbildungsorganisation, ZPM, E-Mail
  • Prof. Dr. med. Jens Reimer
    Chefarzt, ZPM - Bereich Erwachsene, Profil
  • Prof. Dr. med. Chi-un Choe
    Chefarzt, Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Profil
Rahmenbedingungen

Rahmenbedingungen

  • Durch alle primär stationären Behandlungsteams erfolgt grundsätzlich auch eine integrierte tagesklinische sowie eine integrierte ambulante Behandlung.
  • Durch alle primär tagesklinischen Behandlungsteams erfolgt grundsätzlich auch eine integrierte ambulante Behandlung.
  • Für die im Rahmen der Weiterbildung im Klinikum Itzehoe absolvierten Weiterbildungs-Anteile entstehen keine Kosten. Für die außerhalb im Rahmen der Bestimmungen der Weiterbildungsordnung absolvierten Weiterbildungs-Anteile erfolgen gegebenenfalls eine Freistellung sowie eine Übernahme der Teilnahmegebühren.
  • Ärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Weiterbildung erhalten einen Vertrag für die vorgeschriebene Weiterbildungszeit plus ein Jahr.
  • Wir arbeiten 40 Stunden pro Woche.
  • Wir freuen uns auch über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Teilzeit arbeiten wollen.
  • Mehrarbeit wird im Rahmen eines flexiblen Arbeitszeitkontos vollständig erfasst und in Freizeit ausgeglichen (etwa drei Wochen pro Jahr; auch in Blockform abzufeiern).
  • Pro Monat fallen etwa vier Bereitschaftsdienste an (mit 80 % Bezahlung bzw. Anrechnung als Arbeitszeit).
  • Das neurologische Pflichtjahr kann in der Klinik für Neurologie im Klinikum Itzehoe absolviert werden.