Insgesamt 15 Auszubildende schlossen Ende September erfolgreich die einjährige Ausbildung zur Krankenpflegehelfer/in (KPH) an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Klinikums Itzehoe ab. Das Besondere an dem Kurs: Acht der Auszubildenden entschieden sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus für das Angebot des Klinikums in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit. Auch die 53-jährige Nadine Albinus-Franzenburg hat sich vor einem Jahr mutig auf den Weg gemacht. „Ich wollte gerne eine neue Herausforderung. Die Kinder sind aus dem Haus, und die gesicherte Vergütung war mir auch wichtig“, erklärt sie ihr Motivation.
Vor anderthalb Jahren hatte das Klinikum entschieden, eigenen MitarbeiterInnen ohne eine Berufsausbildung in der Pflege die Weiterbildung zur Krankenpflegehilfe anzubieten. Die Idee dahinter: So können sie nicht nur den PatientInnen über die Pflege noch sinnvoller helfen; sie bekommen mit der Ausbildung darüber hinaus eine bessere berufliche Perspektive. Zahlreiche Interessenten meldeten sich. Das Team der Schule sorgte im Eiltempo für das notwendige Zertifikat, um die Unterstützung durch die Agentur für Arbeit und den zügigen Ausbildungsbeginn zu ermöglichen.
Von den insgesamt gestarteten 21 Auszubildenden sind 15 fertig geworden, davon 8 die die Förderung der Agentur für Arbeit genutzt hatten. Für Regina Halbleib, Schulleiterin am Klinikum Itzehoe, ein sehr gutes Ergebnis. „Bundesweit wird mittlerweile von einer Abbruchquote von bis zu 35 bis 40 % ausgegangen, wir liegen bei dem KPH-Kurs bei unter 30 %, bei den geförderten Teilnehmern sogar nur bei 20 %“, so Halbleib. Für das Klinikum freut sich Krankenhausdirektorin Hannah-Maria Werner: „Wir sind auf die Absolventen stolz, insbesondere aber auch auf unser Team von Lehrerinnen und Lehrern in der Schule.“
Nadine Albinus-Franzenburg bereut ihren Schritt nicht. „Es war spannend und interessant – vor allem waren wir eine harmonische und homogene Truppe von Jung und Alt in einem tollen Klassenverbund“, so die frischgebackene Krankenpflegehelferin, die auf eine kardiologische Station im Klinikum Itzehoe wechselt.
Ursprünglich hatten von den KollegInnen aus dem Haus alle die Absicht, wieder nah an ihren ursprünglichen Bereich zurückzukehren. Nach dem einem Jahr Ausbildung hat sich die Perspektive geändert: Alle AbsolventInnen bleiben in der Pflege!